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Ausbildungsprojekt China

Handlungsorientierter Unterricht im Land des Lächelns Nov. 2008

von Holger Vernier

Holger Vernier in Beijing
Holger Vernier erklärt den chinesischen Schülern die Prüfmöglichkeiten eines Generators im Kraftfahrzeug.
© H-B-S

Das Ausbildungssystem in China wird umgestellt. Das duale System Deutschlands mit schulischer und betrieblicher Ausbildung dient dabei als Vorbild. Bis zum Jahr 2003 hieß dieser Ausbildungsberuf noch KFZ-Mechaniker, aber aufgrund des steigenden technischen Fortschritts im Automobilbau mussten auch die Bedingungen der schulischen und beruflichen Ausbildung angepasst werden. Dieses in Deutschland existierende duale System der Ausbildung kommt jetzt in China zur Anwendung.

In Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Zentrum in Hannover wurde der Einsatz von deutschen Lehrern, bei dem Holger Vernier jetzt teilnahm, organisiert. Holger Vernier war für zwei Wochen in der Stadt Beijing, um Schüler in Sachen handlungs- und prozessorientiertem Lernen zu unterrichten.

Die Theorie beherrschen die chinesischen Schüler, aber die praktische Arbeit am Auto ist neu für sie. Die Schüler mussten lernen, was in einer Kfz-Werkstatt alles zu tun ist, von der Reparaturannahme über die Fehlerdiagnose bis hin zur Fertigstellung und Übergabe des Fahrzeugs.

In China gibt es genügend Ingenieure, die ein Auto entwickeln können, aber kaum Mechatroniker, die ein defektes Auto reparieren können. Dort wird seit zwölf Jahren an der Umstellung des Bildungssystems gearbeitet. Das duale System Deutschlands dient dabei als Vorbild. Durch den Einsatz deutscher Lehrer soll die praxisorientierte Ausbildung erweitert werden. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer in China werden so von deutschen Fachkräften unterrichtet.