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Anlagenmechaniker

Aktuelles

Alle Anlagenmechaniker der Abschlussklasse AM081 haben ihre Abschlussprüfung bestanden. Das Lehrerteam gratuliert den frischgebackenen Facharbeitern.


Kurzübersicht

Die Ausbildung zum Industrieberuf Anlagenmechanikerin bzw. Anlagenmechaniker dauert im Regelfall dreieinhalb Jahre. Die Ausbildung findet im Industriebetrieb (praktischer Teil) und in der Berufsschule (theoretischer Teil) statt. Wer in der Berufsschule Leistungen der Note „gut“ erbringt und auch im praktischen Teil auf einem guten Stand ist, kann die Lehrzeit um ein halbes Jahr verkürzen. Unter dem Link sind alle Verordnungen zur betrieblichen Ausbildung (Ausbildungsrahmenplan) und zur schulischen Ausbildung (Rahmenlehrplan) zu finden.


Betriebliche Ausbildung

Diese Ausbildung ist der Industrie- und Handelskammer zugeordnet, weil die Ausbildung vornehmlich in der mittelständischen Industrie durchgeführt wird. In Braunschweig beschäftigen zur Zeit die Firmen Bühler und BMA, zwei Unternehmen, die Anlagen für die Lebensmittelindustrie herstellen, Auszubildende dieses Berufes, außerdem bildet die Firma Chemetall aus Langelsheim Anlagenmechaniker aus. Anlagenmechaniker/innen installieren und warten Anlagen der Industrie . Grundsätzlich kann sich jeder Absolvent einer allgemeinbildenden Schule um einen Ausbildungsplatz bewerben. Wer dies tut, sollte Spaß an der praktischen Arbeit haben und ein gewisses technisches Geschick mitbringen. Die praktischen Kenntnisse werden im Betrieb vermittelt.

Unter den Links findet man etwas zum Ausbildungsrahmenplan für die Betriebe und Informationen zu den drei genannten Ausbildungsbetrieben.


Schulische Ausbildung

Da die Zahl der Auszubildenden in manchen Jahren nicht ausreicht, um eine eigene Klasse aufzumachen, werden die Anlagenmechaniker dem fachlich verwandten Beruf des Metallbauers zugeordnet. In den Fachstufen (ab 2. Lehrjahr) werden die Anlagenmechaniker zum Teil getrennt unterrichtet.

Es gibt die Unterrichtsfächer Fachtheorie, Politik, Deutsch, Religion und Sport, wobei die letzten beiden Fächer nur im ersten Jahr unterrichtet werden. Das umfangsreichste Fach, die Fachtheorie, umfasst alle für den zu erlernenden Beruf wichtigen Inhalte. Es umfasst insgesamt 13 Lernfelder (siehe hinterer Teil „Rahmenlehrplan“). Die Lernfelder stellen bestimmte betriebliche Anforderungsprofile dar, die im Unterricht anhand von Projekten („Lernsituationen“), also konkreten Problemstellungen, erarbeitet werden. Während dieser Projekte wird selbstverständlich auch gerechnet, gezeichnet und skizziert, so wie in der beruflichen Praxis auch – und zwar dann wenn es erforderlich ist, um eine Problemstellung zu lösen. Mathematik und Technisches Zeichnen sind aber nicht mehr eigenständige Unterrichtsfächer. Im Idealfall werden im Unterricht geplante Projekte auch praktisch umgesetzt, wie zum Beispiel beim Bau von Multimediawagen für die Schülerfirma der Heinrich-Büssing-Schule (siehe Foto).

Übergabe von 5 Multimediawagen an den Förderverein Heinrich Büssing 1843-1929
© H-B-S

Das Foto zeigt die Klasse MB 06/1 bei der Übergabe von 5 Multimediawagen an den Förderverein der Heinrich-Büssing-Schule. Die Klasse erstellte die Zeichnungen für die Wagen und stellte sie anschließend in fünf Gruppen aus Aluminium-Systemprofilen, Kunststoffflächen und Zubehörteilen selbständig her. Die Wagen dienen zur Aufnahme von Beamer, Notebook, Lautsprechern und eventuell anderer Multimediageräte und sind für den Schuleinsatz gedacht.


Zusatzqualifikationen

Es besteht die Möglichkeit, auf der Schule den Erweiterten Sekundarabschluss 1 zu erwerben. Dafür muss zeitweise Englischunterricht belegt werden. Wer parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben möchte, kann dies durch den Besuch von zusätzlichem Abendunterricht in der Heinrich-Büssing-Schule tun.


Prüfungen

Die Abschlussprüfung findet in zwei Abschnitten statt. Die Abschlussprüfung Teil 1 wird nach etwa eineinhalb Jahren der Berufsausbildung durchgeführt und macht 40% des Gesamtergebnisses der Abschlussprüfung aus. Am Ende der Ausbildung findet die Abschlussprüfung Teil 2 statt, die die restlichen 60% zum Gesamtergebnis beisteuert. Die Prüfungen bestehen jeweils aus einem Praxis- und einem Theorieteil. Beide Teile gehen jeweils zur Hälfte in das Gesamtergebnis ein.


Berufliche Weiterbildung

Nach bestandener Facharbeiterprüfung und dem erfolgreichen Besuch der Fachoberschule kann ein Fachhochschulstudium aufgenommen werden. Alternativ kann man sich zum Techniker oder Meister fortbilden.