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IT-System-Elektroniker

Allgemeines

Ab 1. August 2020 wird der Beruf  "IT-System-Elektroniker/in" neu geordnet. Das heißt für die Berufsschule treten neue Rahmenlehrpläne in Kraft, für die Betriebe gibt es eine neue Ausbildungsordnung.

Für alle Ausbildungsverträge mit Einstellungsdatum ab 1. August 2020 gelten die neuen Regelungen so wie sie auf dieser Webseite beschrieben sind.

 


Kurzübersicht

IT-Systemelektroniker planen und installieren Systeme der Informations- und Telekommunikationstechniken einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke. Sie installieren die Stromversorgung und die Software und nehmen Systeme in Betrieb. Sie realisieren kundenspezifische Lösungen durch die Modifikation von Hard- und Software. Sie analysieren Fehler und beseitigen Störungen. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel Computersysteme, Festnetze, Funknetze, Endnetze oder Sicherheitssysteme.

Hardware anschaulich erklärt
Hardware anschaulich erklärt
© Klaus G. Kohn

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.


Betriebliche Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung wird durch die Ausbildungsordnung geregelt. Aktuelle Informationen bekommen Sie unter den angegebenen Links.

Der Ausbildungsbetrieb legt fest, in welchem Einsatzgebiet die Vermittlung erfolgt. Der Ausbildungsbetrieb darf mit Zustimmung der zuständigen Stelle jedoch auch ein anderes Einsatzgebiet festlegen, wenn in diesem Einsatzgebiet die gleichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden.

  • digitale Infrastruktur

  • leitungsgebundene Netze

  • Funknetze

  • virtuelle Netze

  • Computersysteme

  • Endgeräte

  • Sicherheitssysteme


Schulische Ausbildung

IT-System-Elektroniker sind nicht nur Techniker, die insbesondere auch umfangreiche elektrotechnische Kenntnisse vermittelt bekommen.

  1. Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben

  2. Arbeitsplätze nach Kundenwunsch ausstatten

  3. Clients in Netzwerke einbinden

  4. Schutzbedarfsanalyse im eigenen Arbeitsbereich durchführen

  5. Software zur Verwaltung von Daten anpassen

  6. Serviceanfragen bearbeiten

  7. Cyber-physische Systeme ergänzen

  8. Daten systemübergreifend bereitstellen

  9. Netzwerke und Dienste bereitstellen

  10. Energieversorgung bereitstellen und die Betriebssicherheit gewährleisten

  11. Betrieb und Sicherheit vernetzter Systeme gewährleisten 

  12. Instandhaltung planen und durchführen


Die schulischen Ausbildung erfolgt in folgenden Lernfeldern: Den aktuellen Rahmenlehrplan für die schulische Ausbildung für den Ausbildungsberuf finden Sie unter dem angegebenen Link.
 

Der IT-System-Elektroniker ist der "Hardware"-Werker unter den IT-Berufen. Der Aufbau von Computern und Netzwerken ist ein besonderer Schwerpunkt. Hier finden Sie ein Video über eine typische Arbeit: Der Zusammenbau eines PC-Systems aus Einzelkomponenten.

An der H-B-S werden alle Computersysteme selbst gebaut. Einen wesentlichen Anteil daran haben auch die IT-System-Elektroniker, die bei uns ausgebildet werden.
 

Das Video in höherer Qualität können Sie hier ansehen.


ZusatzqualifikationenCisco Networking Academy - Logo

Alle Auszubildenden in diesem Beruf haben die Möglichkeit die Vorbereitungslehrgänge zum Cisco Certified Network Associate (CCNA) zu absolvieren. Näherin Informationen finden Sie auf den Seiten der Cisco Networking Academy.

Im Netzwerklabor
Im Netzwerklabor
© Klaus G. Kohn
Es besteht die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung die Allgemeine Fachhochschulreife zu erlangen . Dieses Modell wird "Optionale Fachoberschule" genannt. Die Einrichtung dieser in Abendform angebotenen Schulart steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit entsprechender schulischer Ressourcen.
 

Prüfungen

Die Abschlussprüfung erfolgt in zwei Teilen (sog. gestreckte Abschlussprüfung). Beide Teile werden benotet und führen zu dem Gesamtergebnis.

Teil 1 der Abschlussprüfung findet im zweiten Ausbildungsjahr statt. Diese wird schriftlich im Prüfungsbereich “Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes” durchgeführt. Dieser Prüfungsteil wird mit 20 % der Gesamtprüfung gewichtet.

Teil 2 der Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildung statt und besteht aus zwei Prüfungsbereichen:


Betriebsliche Projektarbeit mit einer Wichtung von insgesamt 50 % der Gesamtprüfung

  1. Durchführung und Dokumentationeines betrieblichen Projektes im Umfang von 40 Stunden (25 %)

  2. Präsentation und Fachgepräch vor der Prüfungskommission der IHK (25 %)

Schriftlichen Prüfungen mit einer Wichtung von insgesamt 30 % der Gesamtprüfung

  1. Installation von und Service an IT-Geräten, IT-Systemen und IT-Infrastrukturen (10 %)

  2. Anbindung von Geräten, Systemen und Betriebsmitteln an die Stromversorgung (10 %)

  3. Wirtschafts- und Sozialkunde (10 %)


Da der Beruf einen wesentlichen Schwerpunkt in der Elektrotechnik hat, muss der Prüfungsteil "Anbindung von Geräten, Systemen und Betriebsmitteln an die Stromversorgung" mit mindestens 50 % bestanden werden (ausreichende Leistung/ Note 4).


Vor der ersten Prüfung wird ein Katalog mit den Prüfungsanforderungen veröffentlicht werden (Stand Mai 2020).

Sobald erste Prüfungen durchgeführt wurden, können Unterlagen zur Prüfung beim U-Form-Verlag bezogen werden.


Berufliche Weiterbildung

Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung, können die Absolventen eine einjährige Ausbildung an einer Fachoberschule mit Ziel „Allgemeine Fachhochschulreife“ beginnen. Die Heinrich-Büssing-Schule bieten diese u.a. in der Fachrichtung Informationstechnik an.

Weiterhin kann nach einer mindestens einjährigen Berufstätigkeit eine Ausbildung zum Techniker begonnen werden. 

Relativ jung ist die Möglichkeit als IT-System-Elektroniker einen Meister anzustreben. Die rasante technische Entwicklung in der IT-Technik hat dazu geführt, dass der Meisterlehrgang zum Informationstechnikermeister auch für den Industrieberuf IT-System-Elektroniker geöffnet wurde. In Niedersachsen bietet das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik einen solchen Lehrgang an.

IT-Weiterbildung APO (arbeitsprozessorientierte Weiterbildung) baut auf die IT-Berufe auf und bietet Möglichkeiten der Weiterbildung auf drei Ebenen: IT-Spezialisten, Operative-IT-Professionals und Strategische IT-Professionals.