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Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik und 
Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik


Aktuelles

Die Ausbildungsbetriebe und einige überbetriebliche Ausbildungsstätten aus dem Großraum Braunschweig (von Gifhorn bis Seesen und von Peine bis Helmstedt) suchen zum regulären Ausbildungsbeginn im August bzw. September des Jahres neue Auszubildende. In einigen Fällen konnten Jugendliche noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz ergattern. Die Betriebe bieten auch Praktika an, damit man in den Beruf „reinschnuppern“ kann. Ist der Ausbildungsvertrag unterschrieben, dann darf man an ein oder zwei Tagen in der Woche das Werkzeug im Schrank lassen und in die Heinrich-Büssing-Schule gehen. Verteilt auf vier Klassen (3 ½ Lehrjahre) werden so bis zu 100 Auszubildende beschult.


Kurzübersicht

In unserer Region bildet jeder Betrieb in der Fachrichtung aus, die seiner Spezialisierung entspricht. Die Betriebe sind in Kreishandwerkerschaft organisiert. 

In der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik werden hauptsächlich Unfallschäden repariert. Ein Auftrag beginnt dabei mit der systematischen Schadenermittlung. Der Gutachter wird bei seiner Arbeit durch die Gesellen und Auszubildenden unterstützt. Dann wird die Instandsetzung geplant und durchgeführt. Hierzu müssen Ersatzteile bestellt und geeignete Werkzeuge eingesetzt werden. Dabei muss nach Vorgaben der Fahrzeughersteller gearbeitet werden. Eine sorgfältige Vorarbeit  macht dem Fahrzeuglackierer die Arbeit leicht. Dann folgen der Zusammenbau und Korrosionsschutzmaßnahmen. Nach der Endkontrolle wird das Fahrzeug dem Kunden übergeben.

Die zweite Fachrichtung, in der in unserer Region ausgebildet wird, ist die Karosserie- und Fahrzeugbaubautechnik. Hier werden Kraftfahrzeuge bis hin zu schweren Lkw ebenfalls instand gesetzt. Ein typischer Arbeitsauftrag ist auch, dass ein so genannter „Koffer“ auf ein angeliefertes Lkw-Chassis gesetzt wird. Damit man den Lkw dann beladen kann, wird anschließend noch eine Hubladebühne montiert. Und wenn ein Kunde einen Kran möchte, dann wird ihm auch dieser Wunsch, unter Beachtung der Zulassungsvorschriften, erfüllt.


Betriebliche Ausbildung

Der Ausbildungsvertrag wird zwischen dem Betrieb (Ausbilder) und dem Jugendlichen (Auszubildender) geschlossen. Der Ausbildungsrahmenplan beschreibt den inhaltlichen und zeitlichen Ablauf der betrieblichen Ausbildung. Ergänzt wird die betriebliche Ausbildung durch eine Reihe von Lehrgängen im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer in Braunschweig.


Schulische Ausbildung

Der zweite Lernort im dualen System der Berufsausbildung in Deutschland ist die Berufsschule. Der Unterricht findet im 1. Lehrjahr in der Regel an zwei Tagen pro Woche statt. Danach ist ein Schultag pro Woche vorgesehen.

Die schulischen Rahmenrichtlinien geben für die Fachtheorie die Lernfelder (siehe unten) vor, die nach dem Konzept der Handlungsorientierung umgesetzt werden. Handlungsorientierung bedeutet, dass der Auszubildende berufstypische  Arbeitsaufträge weitestgehend selbstständig plant, durchführt und kontrolliert. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist dabei nicht immer einfach. Die Unterstützung der Schule durch die Ausbildungsbetriebe ist deshalb von besonderer Bedeutung. Nicht nur die Überlassung von Fahrzeugbauteilen, sondern auch die Bereitstellung von vielfältigen Informationen über Auftragsabwicklungen, macht den Schulalltag berufsnäher.  

Ergänzt wird dieses Bemühen durch unseren Fachpraxislehrer Herrn Siegmann, der über eine gut ausgestattete Schul-Werkstatt verfügt. Dadurch können einige Arbeitsabläufe in die Praxis umgesetzt werden.  

Und diese Lernfelder haben wir:

1. Lehrjahr
  • Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren
  • Einfache Baugruppen und Systeme prüfen, demontieren, austauschen und montieren
  • Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen
  • Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen

2. Lehrjahr
  • Fahrzeugteile aus Metall planen und herstellen
  • Nichtmetallische Werk- und Verbundstoffe be- und verarbeiten
  • Elektrische und elektronische Systeme instand halten und installieren
  • Fahrwerks- und Bremssysteme instand halten und installieren

3./4. Lehrjahr- FACHRICHTUNG KAROSSERIEINSTANDHALTUNGSTECHNIK
  • Karosserie- und Fahrzeugschäden analysieren und bewerten
  • Strukturschäden an Karosserien rückverformen
  • Karosserieschäden durch Abschnittsreparaturen instand setzen
  • Vernetzte Fahrzeugsysteme diagnostizieren und instand setzen
  • Oberflächen ausbeulen, beschichten und aufbereiten
  • Zubehör- und Zusatzsysteme an-, ein- und umbauen

3./4. Lehrjahr - FACHRICHTUNG KAROSSERIE- UND FAHRZEUGBAUTECHNIK
  • Abwicklungen, Schablonen, Modelle und Fertigungsformen anfertigen
  • Karosserien, Fahrgestelle und Aufbauten herstellen und restaurieren
  • Karosserien, Fahrgestelle und Aufbauten umbauen, aus- und umrüsten
  • Fahrwerke und Komponenten ein-, umbauen und instand halten
  • Karosserien, Fahrgestelle und Aufbauten instand halten
  • Fahrzeugsysteme, Zubehör- und Zusatzsysteme einbauen und instand setzen

Zusatzqualifikationen

Mit bestandenem Gesellenbrief und dem erfolgreichen Abschluss der Berufsschule, wird – falls noch nicht vorhanden – der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss bescheinigt. Bei entsprechenden Noten, auch in dem Fach Englisch, kann der Erweiterte Sekundarabschluss I erreicht werden.


Prüfungen

Um den Gesellenbrief zu erlangen, müssen folgende Prüfungen vor dem Prüfungsausschuss abgelegt werden:

  • Vor dem Ende des zweiten Lehrjahres findet die Gesellenprüfung Teil 1 statt. Dieser Prüfungsabschnitt geht mit 30% in die Gesamtnote ein.
  • Den Abschluss bildet  die Gesellenprüfung Teil 2. Hier kommen die fehlenden 70% dazu.

Berufliche Weiterbildung

Heutzutage ist es möglich, unmittelbar nach der Gesellenprüfung mit der Vorbereitung auf die Meisterprüfung zu beginnen. Der Meistertitel berechtigt dazu, dass man diesen Beruf selbstständig ausüben und Lehrlinge ausbilden  darf.

Man kann auch ein Ingenieurstudium anstreben. Dazu ist aber meistens eine höhere schulische Qualifikation erforderlich. Die Heinrich-Büssing-Schule bietet hier die besten Angebote. Z.B. die Fachoberschule oder das Berufliche Gymnasium.