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Aller guten Dinge sind Drei

13.04.2021 19:01:50
 

von Jana Gräske, Jens Müller und Holger Vernier


Gute Nachrichten aus der Landesinitiative n-21: Als einzige Schule in Niedersachsen erhält die Heinrich-Büssing-Schule Fördermittel aus allen drei Projekten des Masterplans Digitalisierung.

Gefördert werden die Themenfelder Additive Fertigung – 3D-Druck in der Schule, Mensch-Roboter-Kollaboration – Robonatives und Digitales Lernen 4.0 – Distanzlernen / BBS.

Im Bereich Additive Fertigung werden die 9000 € für die Erweiterung des 3D-Druckzentrums verwendet. Als Neuheiten sollen ein 3D-Scanner und ein Stereolithography-3D-Drucker (SLA) eingesetzt werden. Der 3D-Druck mittels SLA-Technologie basiert darauf, dass ein flüssiges Kunstharz mit einem Laser belichtet und ausgehärtet wird. Es entstehen 25 Mikrometer dünne Schichten, aus denen letztendlich ein sehr maßgetreues 3D-Modell entsteht. Durch die bereits vorhandenen FDM-3D-Drucker haben wir somit die Möglichkeit, unseren Schülerinnen und Schülern zwei grundverschiedene Verfahren des 3D-Drucks vorzustellen und in Verbindung mit dem 3d-Scanner entsprechende Projekte zu bearbeiten. 

Der Bereich Robonatives, der mit 170.000 € die höchste Fördersumme erhält, konzentriert sich auf die Beschaffung kollaborierender Roboter und deren Integration in das zur Smart-Factory umgebaute und modernisierte Fertigungssystem der HBS. Kollaborierende Roboter und intelligente Kamerasysteme erobern zusammen mit innovativer RFID-Technologie zunehmend die industrielle Fertigung. Um „am Puls der Zeit“ zu unterrichten, sind moderne Technologien wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Auszubildenden. Hier erfüllt die Heinrich-Büssing-Schule eine Leuchtturmfunktion, die als regionales Kompetenzzentrum auch eine regionale und überregionale Strahlkraft besitzt.

Das Themenfeld Digitales Lernen 4.0 umfasst die Konzepterstellung für ein Distanzlernzentrum an der HBS-BS für den Beruf des Kfz-Mechatronikers, der Kfz-Mechatronikerin mit dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik. Die Konzepterstellung konzentriert sich auf die Infrastruktur, das pädagogische Konzept sowie die Lehrkräftefortbildung im Land Niedersachsen. Ausbildungsberufe mit geringen Klassenfrequenzwerten sollen so dezentral gehalten und in einer virtuellen Klasse unterrichtet werden. Auch bislang nicht ausreichend frequentierte Ausbildungsberufe können in neue Angebote der berufsbildenden Schulen im Flächenland Niedersachsen münden 

„Das nenne ich mal ein nettes Osterei“, zeigt sich Jens Müller, Abteilungsleiter Elektro- und Informationstechnik, begeistert. „Die Förderung ist auch als Wertschätzung unserer bisherigen Arbeit zu sehen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg in die digitale Zukunft sind“.

Holger Vernier, Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik, ergänzt weiter, wir werden bedarfsorientiert den Einsatz von e-Learning Plattformen erproben und die Konzepte zum Blended-Learning, dem schulischen Curriculum (SchuCu BBS) konform, weiterentwickeln. Die gut 20.000 Euro werden wir zum Ausbau der Infrastruktur nutzen.

Einen Start nach Maß bedeutet diese Förderentscheidung für Schulleiter Jörg Gerling, der sich aber auch der Verantwortung für den sinnvollen Einsatz der Fördermittel bewusst ist. Der Ansatz, einen gesamtheitlichen Ansatz unter Einbezug möglichst aller Abteilungen zu fahren, gewinnt an Bedeutung und soll konsequent fortgesetzt werden.

Ein herzlicher Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die durch ihr Engagement die Förderung erst ermöglicht haben. Bleibt nur, viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung zu wünschen.