0531 470-7700 Kontakt Suche

Kickoff IT

15.01.2020 18:14:58 |

von Ulf Kreth

Wolfenbüttel (Ostfalia, Fakultät Informatik) – 10. Jan. 2020. Die Fakultät Informatik der FH Ostfalia und die 12. Klasse der Informatik der Fachoberschule der Heinrich-Büssing-Schule starten ihr Kooperationsprojekt.

Was in der Metall- und der Elektrotechnik bereits seit Jahren erfolgreich funktioniert, soll jetzt auch für die Informatik umgesetzt werden: ein Projekt der FOS 12, das sowohl in der HBS als auch an und mit der Ostfalia WF stattfindet.

Koll. Letas, Frau Prof. Dr. Huhn und einige Schüler der 2FOS193 Koll. Letas, Frau Prof. Dr. Huhn und einige Schüler der 2FOS193
© Kreth

Die Kickoff-Veranstaltung zu dieser neuen Zusammenarbeit fand am 10. Januar in der Fakultät Informatik statt, wo Frau Prof. Dr. Huhn und Herr Prof. Dr. Jensen die Aufgabe des Gemeinschaftsprojektes den Schülern der Klasse 2FOS193 vorstellten. Nach einem kurzen Überblick über die Merkmale und das Studienangebot des IT-Studiums an der Ostfalia wurde den Schülern erklärt, dass sie einen Mars-Garten durch eine automatisierte Gartenzucht (sog. „Indoor Farming“) anlegen sollten. Hierfür müssten sie sich in zwei Teams aufteilen, die aus sechs bzw. sieben Schülern beständen. Beide Teams würden dann noch einmal den eigenen Vorlieben (Soft- oder Hardware) entsprechend in drei Sub-Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe beschäftige sich mit Aktoren, Sensoren und dem Arduino, die zweite mit der Datenbank und Anwendungslogik und die dritte mit dem mobilen Dashboard. Alle Teammitglieder erhielten darüber hinaus die Aufgabe, sich gemeinsam um die Systemarchitektur (d.h. Komponenten und Schnittstellen) und die Pflanzenzucht zu kümmern. Ziel des Ganzen sei es schließlich, gedeihende Pflanzen für den Moment zur Verfügung zu stellen, in dem die ersten Menschen auf dem Mars einträfen. Dafür sei allerdings sowohl das reibungslose Funktionieren der Schnittstellen essentiell wichtig als auch die Kenntnis der unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Gemüsesorten: Kresse, Basilikum, Mizuna und roter Blattsenf. Auch wenn die Schüler an dem Tag neben einer Handon-Übung zur Servlet-Programmierung eine Einweisung in die Gemüsezucht erhielten, betonten die Professoren, sei besonders für die Anzucht eine gründliche Recherche und Vorexperimentieren bezüglich Nährstoffanforderungen, Wasser-, Luft- und Lichtmenge sowie Wärmeanspruch nötig, um die idealen Keim- und Wachstumsbedingungen für jede spezifische Pflanzenart herauszufinden. Das setze auch eine hohe Genauigkeit der Sensoren und Aktoren voraus.

Während sich in der Idee also das Gewächshaus auf dem Mars noch vor dem Eintreffen der ersten Siedler befindet, steht das Kontrollzentrum auf der Erde und steuert über Millionen Kilometer Entfernung hinweg das Gewächshaus. Das dafür nötige Material stellte die FH den HBS-Schülern zur Verfügung und wies sie während der Hardwareausgabe auch in die unterschiedlichen Tools ein: So wurde mit beiden Teams je ein nagelneues Raspberry eingerichtet (hierbei half vor allem Herr Blote, selbst ehemaliger HBS-Schüler, jetzt allerdings erfolgreicher Student und technische Hilfskraft der Ostfalia). Ferner gab es eine Box zur Anzucht samt Kokoserde, Lüfter, Pflanzenanzuchtslicht, Heizmatte, Kabel, Netzteile etc. 

Frau Prof. Dr. Huhn und Herr Blote helfen den Schülern der 2FOS193 beim Einrichten der Hardware Frau Prof. Dr. Huhn und Herr Blote helfen den Schülern der 2FOS193 beim Einrichten der Hardware
© Kreth

All dieses Material nahmen die Schüler mit in die HBS, wo sie in den nächsten Wochen hauptsächlich selbstständig in ihren Teams arbeiten sollen. Zwei weitere Termine an der Ostfalia sind jedoch bereits datiert, wobei beim letzten Besuch auch die Endprodukte vorgestellt und die Ergebnisse bewertet (d.h. der Zensurenfindung) werden sollen. Während der Arbeit am Projekt haben die Schüler natürlich die Möglichkeit, sich an ihre IT-Lehrer Frau Mandalka, Herrn Letas und Herrn Philipp zu wenden, die zusammen mit den Professoren der Ostfalia das Projekt ins Leben gerufen haben und es permanent begleiten. Auch ist ein baldiger einmaliger Videochat mit der Ostfalia geplant, um Lösungen für mögliche Anfangsprobleme zu finden.
Die Idee, die hinter der Projekt-Aufgabe steckt, ist eine absolut authentische und für die Raumfahrt mehr denn je relevante, ist die Menge an Vorräten, die mit zum Mars und zurück genommen werden kann, doch sehr begrenzt. Auf den Ausgang des Pilotprojektes dürfen von daher alle Beteiligten gespannt sein.

Dass die HBS eine weitere Kooperation mit der Ostfalia ins Leben rufen konnte, darf sie einmal mehr mit Stolz erfüllen! An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich im Namen meiner Schule bei der Ostfalia für diese Gelegenheit bedanken; besonders bei Frau Prof. Dr. Huhn und Herrn Prof. Dr. Jensen sowie Herrn Blote, die diese Kooperation überhaupt erst ermöglicht haben und die mit viel Engagement und Ideenreichtum bei der Sache sind. Frau Mandalka, Herr Letas und Herr Philipp dürfen ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, denn auch ohne ihre freiwillige Mehrarbeit könnte das Projekt nicht stattfinden. 

von links Frau Bizien (Studienbetreuung), Frau Prof. Dr. Huhn, Herr Prof. Dr. Jensen von links Frau Bizien (Studienbetreuung), Frau Prof. Dr. Huhn, Herr Prof. Dr. Jensen
© Kreth