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DKMS-Typisierungsaktion an der H-B-S

20.05.2019 13:11:34 | Heinrich-Büssing-Schule

von Gordon Schnepel

 

„Leben retten ist leicht – machen auch Sie den Mund auf gegen Blutkrebs“ diese Worte aus dem Munde einer traurigen Mutter, deren verstorbene Tochter keinen passenden Spender fand, stammen aus einem Werbevideo der DKMS. Auch wenn es stimmt, dass es für einen jeden leicht wäre, sich über die Internetseite der DKMS ein Typisierungsset zu bestellen, zu benutzten und versandkostenfrei zurückzusenden, bedarf es meist doch eines konkreter Termins vor Ort, um das Vorhaben der Typisierung auch wirklich umzusetzen.

In diesem Sinne wurde am 13.05.19, organisiert vom WuN-Kurs der BGym18, die dritte Typisierungsaktion an der Heinrich-Büssung-Schule durchgeführt. Eine Woche zuvor galt es daher möglichst viele Klassen über die Aktion zu informieren und als potentielle Stammzellenspender zu werben. Zu diesem Zweck wurde der WuN-Kurs auch durch Gleen Hunter verstärkt. Gleen spendete vor einem halben Jahr seine Stammzellen. Daher war er ein hilfreicher Experte für Rückfragen und genaue Informationen über den Ablauf einer Stammzellenspende. Erfreulich war es auch zu hören, dass seine Spende erfolgreich einer 30jährigen Amerikanerin ein neues Leben ermöglicht. 

Typisierungsaktion an der H-B-S Typisierung in der Pausenhalle B
© Schnepel

Der Tag der Typisierung begann dann damit, erst einmal zu lernen, wie eine Typisierung durchgeführt werden muss, damit sie Verwertbar ist. Zu diesem Zweck wurden der WuN-Kurs von einer DKMS-Mitarbeiterin über alle wesentlichen Aspekte der Typisierung, aber auch der notwendigen Buchhaltung informiert. Da man am besten am konkreten Beispiel lernt, wurde sogleich die erste angeleitete Typisierung an einem freiwilligen Schüler des Kurses durchgeführt. Und dann standen auch schon die ersten Klassen bereit, sich durch die Schülerinnen und Schüler des WuN-Kurses typisieren zu lassen. An jedem Tisch wurde nun fleißig darüber aufgeklärt wie die Typisierung ablaufen muss. Bewaffnet mit ihren Handytimern überwachten die Schülerinnen und Schüler des Kurses die notwenige Zeit, die eingehalten werden musste, um einen Wangenabstrich durchzuführen, erläuterten die Bearbeitung des Fragebogens, gaben die vorläufigen Spendenbescheinigungen aus, zählten und etikettierten erfolgreiche Spenden. 

Kurz vor dem dritten Block wurde es dann noch einmal spannend, das selbstgesteckte Ziel von 200 Neuspendern schien nicht mehr erreichbar zu sein. Doch mit einer verstärkten Werbepräsenz in den Pausen und während des dritten Blockes in den Klassen, gelang es doch noch genügend Freiwillige zu mobilisieren. So stand am Ende die stolze Zahl von 207 Neuspendern fest. Ein Ergebnis, das auch die Mitarbeiterin der DKMS nicht in der Höhe erwartet hatte.

Am Ende des Tages galt es nun noch den Schülerinnen und Schülern zu danken und ihren Blick von der Verwaltungsarbeit des Tages auf die voraussichtliche Wirkung der Aktion zu lenken. Vielleicht in einem halben Jahr, vielleicht in 2 Jahren wird ein Mensch, eine Mutter, ein Vater, ein Bruder, eine Schwester oder ein Kind die lang ersehntesten Worte seines oder ihres Lebens hören: „Wir haben einen Spender für dich gefunden“.
So wird im oben genannten Werbevideo der DKMS auch ein Mädchen im Teeniealter gezeigt, dass wieder voller Lebensfreude darüber berichtet, wie für sie ein passender Stammzellenspender gefunden worden ist.
Im diesem Sinne Danke ich dem WuN-Kurs sowie allen Neutypisierten für eure Mitarbeit an dieser Aktion.