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Europa kommt in die Schule

30.04.2019 11:10:00 | Heinrich-Büssing-Schule

von Ulf Kreth

Carsten Müller (MdB) diskutiert mit der 1FOS183 Carsten Müller (MdB) diskutiert mit der 1FOS183
© Kreth

Braunschweig – 25. März 2019. Carsten Müller, Bundestagsabgeordneter der CDU, besuchte die Klasse 1FOS183, um ihr das bundesweite EU-Projekt „Europa kommt in die Schule“ vorzustellen. Es handelt sich dabei um eine Initiative der Bundesregierung, die das Interesse für Europa bei jungen Menschen wecken möchte.  

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person und politischen Laufbahn bot der gebürtige Braunschweiger den Schülern an, Fragen zu stellen:

  1. Weshalb er in die Politik gegangen sei? - Herr Müller erklärte, dass ihn als Teenager besonders die sog. „Deutschlandfrage“ beschäftigt hätte, weil er viele Verwandte in der ehemaligen DDR hatte. Aus diesem Grund sei er bereits als 16-Jähriger der CDU beigetreten.

  2. Warum mehr Geld in die Straße als in die Schiene gesteckt werde? - Die Straße sei zweifellos flexibler als die Schiene, aber momentan finde eine Nachfinanzierung der Schiene statt, weil es seit der Privatisierung der Bahn nicht immer eine kluge Priorisierung gegeben habe. Besonders für große Warenmengen böten der Güterverkehr, aber auch die Binnenschifffahrt einen geeigneten Weg, bei langen Distanzen die Waren zu transportieren.

  3. Was er von dem bedingungslosen Grundeinkommen halte? – Herr Müller sah die Idee sehr skeptisch. Seiner Meinung nach würden dadurch Mitnahmeeffekte stattfinden, die nicht gewollt sein könnten. Nur demjenigen, der hilfsbedürftig ist, solle geholfen werden. Alles andere wäre der Sache nicht dienlich.

  4. Wie er zu den bundesdeutschen Rüstungsexporten stünde? – Die wichtigste Frage sei dabei, so Müller, inwieweit man der Auffassung ist, dass durch starke Restriktionen weniger Waffen gebaut und somit weniger Menschen verletzt oder getötet würden. Das sei seines Erachtens eine falsche Kausalkette. Die Bundesrepublik besäße – sehr zum Ärger anderer Länder wie Frankreich beispielsweise, mit denen man Rüstungskooperationen habe – ohnehin sehr strenge Rüstungsauflagen.

Nachdem man noch kurz über den Kohleausstieg und dem damit verbundenen Jobverlust diskutiert hatte, stellte Herr Müller den Schülern die Frage, was sie vom Brexit hielten. Hierbei war man sich einig, dass er „chaotisch“ und „lächerlich“ sei und dass die Briten nicht wüssten, was sie wollten. Was die EU aus eigenen Fehlern, die zum Brexit geführt haben (zum Beispiel den Umgang mit Rechtspopulisten), lernen könnte, konnte leider nicht beantwortet werden.

In Bezug auf Europa waren den Schülern besonders die Reisefreiheit und der Frieden wichtig.

Die gesamte Klasse 1FOS183 sowie ihr Politiklehrer Herr Kreth danken Herrn Müller für den interessanten und informativen Besuch.