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Fachoberschüler besuchen Marienborn

07.12.2018 09:24:22 | Heinrich-Büssing-Schule

von Ulf Kreth

Warnschild auf DDR-Gebiet Warnschild auf DDR-Gebiet
© Kreth

Marienborn – 29. Nov. und 04. Dez. 2018. Auf Einladung des Jugendoffiziers Hauptmann Bode fuhr der 12. Jahrgang der Fachoberschule Technik der HBS zur Gedenkstätte Marienborn, um dort im Rahmen seiner politischen Weiterbildung die ehemalige Grenze zur DDR zu besichtigen und das Thema „Flucht und Migration“ zu erarbeiten.

DDR-Grenzsoldaten DDR-Grenzsoldaten
© Kreth
Auto fährt zum Gernzübergang Auto fährt zum Gernzübergang
© Kreth

Nach einer kurzen Begrüßung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Gedenkstätte, Herrn Sachenbacher, übernahmen die Ehrenamtlichen, Herr Grünheide und Herr Müller, je einen Teil der SchülerInnen, um sie über die weitläufige Grenzanlage zu führen. In knapp zwei Stunden gaben sie einen geschichtlichen Überblick, zeigten Räumlichkeiten und erklärten den täglichen Ablauf der Grenzposten so interessant, dass die Zeit rasch vorüber ging.

Anschließend referierte Hauptmann Bode über Ursachen für Flucht und Migration. Dabei machte er die Unterschiede der beiden Begriffe deutlich und zeigte anhand der Mittelmeer-Mission „Eunavfor med sophia“, welche Rolle die Bundeswehr im Kampf gegen unkontrollierte und irreguläre Migration, wie es im Weißbuch heißt, einnimmt. Die Mission als solche dient zur Unterbindung der Menschenhandels-Netzwerke, kämpft gegen Schleuser, sorgt für die Ausbildung der lybischen Küstenwache und Marine und überwacht das Waffen-Embargo. Zu guter Letzt sorgt sie aber auch dafür – obwohl das keine offizielle Aufgabe ist -, dass Flüchtlinge, die in Seenot geraten sind, gerettet werden.

Im Rahmen des Themas begaben sich hierauf die SchülerInnen in Kleingruppen. Die Teams erhielten unterschiedliche Texte über einen Flüchtling und dessen Fluchthintergründe. Es handelte sich um reale Fallbeispiele, die sie dann den anderen als Ergebnis ihrer Arbeit vorstellten. So präsentierten die SchülerInnen unter anderem Tammam Kahil, der von Syrien aus nach Deutschland geflohen war, jetzt in Celle wohnt und dessen Blick nur nach vorne gehe. Oder auch Rodolfo Ivan Ballesteros, der bereits im Jahre 1974 vor Pinochets Verfolgung aus Chile flüchtete und der die heutigen Fluchtursachen im System, dem Neoliberalismus, sieht, weil dieser den Konsum anstelle von Solidarität stelle.

Nach einer Feedback-Runde begab man sich auf den Heimweg. 

Die gesamte Klasse 2FOS183 sowie die begleitenden Lehrkräfte Herr Kreth, Herr Maaß und Herr Schenpel danken Herrn Hauptmann Bode sowie allen Mitwirkenden in Marienborn für den Besuch und den äußerst interessanten Tag.