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Resolution für Demokratie und Toleranz

12.11.2018 12:03:40 | Heinrich-Büssing-Schule


Resolution für Demokratie und Toleranz, 
gegen Denunzierung und Gesinnungsschnüffelei!

Die AfD fordert Schülerinnen und Schüler sowie Eltern dazu auf, Lehrkräfte auf Online-Meldeplattformen anzuzeigen, die sich ihrer Meinung nach der AfD gegenüber nicht neutral genug verhalten. Die Gesamtkonferenz der Heinrich-Büssing-Schule Braunschweig verurteilt die Aufforderung als Aufruf zur Denunzierung und Gesinnungsschnüffelei. Diese Aufforderung widerspricht dem Bildungsauftrag des Niedersächsischen Schulgesetzes.

Wir begrüßen die eindeutige Stellungnahme des KMK-Präsidenten und Thüringer Ministers für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter dazu:

 „Aus aktuellem Anlass wenden wir uns entschieden gegen Internetportale, in denen Schülerinnen und Schüler ihre Lehrkräfte wegen vermeintlicher parteipolitischer Einflussnahme denunzieren sollen. Das führt im Ergebnis zu einer Vergiftung des Schulklimas. Wir sehen es vielmehr als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe an, Lehrkräfte in ihrem Bemühen zur Demokratiebildung, der Erziehung zu Menschenrechten und im Eintreten für Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit im Sinne des Grundgesetzes zu unterstützen. Demokratie braucht überzeugte und engagierte Demokratinnen und Demokraten. Daraus leitet sich ein konkreter Bildungsauftrag für die Schulen ab. Dazu gehört der aufklärende bewusste und sensible Umgang mit Vielfalt, das Eintreten für Partnerschaft und Solidarität in Europa und in der Welt sowie die Förderung von Empathie, Respekt, Achtung und Toleranz wie auch in besonderem Maße die Ermutigung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler zur Wahrnehmung ihrer eigenen Rechte und zum Eintreten für die Rechte anderer“.

Dieser Erklärung schließen wir uns uneingeschränkt an!

Das Kollegium der Heinrich-Büssing-Schule Braunschweig hat dieser Resolution auf der Gesamtkonferenz am 22.10.2018 ohne Gegenstimmen zugestimmt.